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SEM: Es war einmal... Zu den Narrativen, ethischen Herausforderungen und gesellschaftlichen Handlungsoptionen einer Nachhaltigen Landwirtschaft

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Prüfungsnummern: 17502, 17202, 87702, 87704, 86461, 87711

  • Zeit/Ort n.V.

Prerequisites / Organizational information

Das Seminar wird in Blockterminen an voraussichtlich folgenden Terminen stattfinden:

Freitag 15.05., 10-17 Uhr;
Freitag 19.06., 10-17 Uhr,
Samstag 20.06., 9-18 Uhr.

Die konstituierende Sitzung findet am Mittwoch, den 22.04. von 18:15-19:45 Uhr statt, im Raum TSG U1.031.

Liebe Studierende,

vielen Dank für das große Interesse an unseren Veranstaltungen auch in diesem Semester wieder! Alle unsere Veranstaltungen werden im Sommersemester 2020 auf digitalen Plattformen laufen. Viele von Ihnen haben sich bereits über Mein Campus angemeldet und Informationen zu dem Ablauf der Seminare erhalten. Die Anmeldung für die Veranstaltungen ist bereits abgelaufen. Sollten Sie die Anmeldefrist über Mein Campus verpasst haben, bitten wir Sie dringend eine Mail an theol-ethik@fau.de zu schicken. Bitte nennen Sie dann:

a) Die Veranstaltung, die Sie noch belegen möchten;
b) Ihren Vornamen, Nachnamen und ihre Matrikelnummer;
c) Eine Mailadresse, unter der wie Sie gut erreichen können.

Sie erhalten dann zeitnah entsprechende Informationen zu ihrem gewählten Seminar!

Inhalt

Eine moderne Landwirtschaft ist ohne das Prinzip der Nachhaltigkeit nicht denkbar. Nicht nur weil es längst eine politische Forderung und mittlerweile auch vehement von VerbraucherInnen eingefordert wird, sondern weil die Ressourcen der Landwirtschaft nachhaltig genutzt und geschützt werden müssen, um weiterhin überhaupt ertragreich qualitativ-hochwertige Lebensmittel produzieren zu können. Das nachhaltige Zusammenspiel von Natur und Mensch in der Landwirtschaft hat sich zu einem zentralen Wert entwickelt. Wie Nachhaltigkeit aber konkret ausgestaltet werden kann, ist zum öffentlichen und kontrovers, oft ideologisch diskutierten Streitthema geworden. Während einerseits romantische-kleinbäuerliche Strukturen gefordert werden und gegen große landwirtschaftliche Betriebe und vor allem Massentierhaltung protestiert wird, scheint andererseits gerade die hohe Regulierung und neue Gesetzgebung der Landwirtschaft in vielen Bereichen Strukturen von Großbetrieben (wissentlich oder auch unwissentlich) zu befördern. Neue Technologien in der Landwirtschaft, ob es nun Düngetechnologien, Gentechnik oder Melk-Roboter sind, zeichnen zudem ein Bild, das weit entfernt ist von der Landwirtschaft, wie sie oftmals in der Imagination der VerbraucherInnen vorzufinden ist. Angesichts dieser durchaus verhärteten Vorstellungen und Narrative von einer nachhaltigen Landwirtschaft stellt sich die Frage, was Nachhaltigkeit eigentlich im Kontext einer modernen Landwirtschaft bedeutet und wie diese konkret ausgestaltet werden kann.

Das Seminar will auf drei Ebenen das Thema der nachhaltigen Landwirtschaft bearbeiten:
1. Narrative von Landwirtschaft und Nachhaltigkeit sollen auf ihre Vorannahmen und theoretischen Grundlagen hin überprüft, dekonstruiert und analytisch erörtert werden;
2. die moderne Landwirtschaft soll hinsichtlich ihrer Chancen, Möglichkeiten und aktuellen Herausforderungen einer sachlichen Analyse unterzogen werden;
3. spezifische Dilemmata einer modernen nachhaltigen Landwirtschaft sollen erörtert werden und unter theologisch-ethischer Perspektive bewertet werden.

Neben der theoretischen Analyse und ethischen Reflexion einer nachhaltigen Landwirtschaft wird das Seminar auch die landwirtschaftliche Praxis in den Seminarablauf einbinden. Es ist mindestens eine landwirtschaftliche Betriebsbesichtigung geplant.