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Ass.-Prof. Dr. Tabea Ott

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Biographische Notiz

Tabea Ott ist Assistenzprofessorin für Medizinethik und Diakoniewissenschaft an der Universität Wien und assoziierte Wissenschaftlerin am Lehrstuhl für Systematische Theologie II (Ethik) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg. Sie hat evangelische Theologie, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Erlangen, Cluj-Napoca, Aberdeen und München studiert und war während ihres Studiums Stipendiatin des Max Weber-Programms.

Von 2021 bis 2025 arbeitete sie in dem von der DFG geförderten Sonderforschungsbereich 1483 EmpkinS und dem vom StMGP geförderten Projekt digiOnko. In beiden Projekten untersuchte sie die ethischen Implikationen des Einsatzes digitaler Technologien im Gesundheitswesen. Von Juli bis August 2023 war Tabea Ott visiting researcher im Centre for Social Research in Health und im Vitalities Lab an der UNSW Sydney und seit April 2025 ist sie assoziierte Wissenschaftlerin im Cluster „Digital Religion(s)“ an der Universität Zürich.

Seit Januar 2026 ist Tabea Ott Assistenzprofessorin für Medizinethik und Diakoniewissenschaft sowie stellvertretende Leitung des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin an der Universität Wien.

In ihrer Promotion „Zwischen Unsichtbarkeit und Exponiertheit. Zu einer theologischen Ethik der Visibilität im digitalisierten Gesundheitssystem“, die sie im März 2025 an der FAU abschloss, setzte sie sich mit den Auswirkungen des Einsatzes von Digitaltechnologien im Gesundheitssystem, insbesondere mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen, auf Anerkennung, Handlungsfähigkeit und Vulnerabilität auseinander. Die Arbeit wurde 2025 mit dem 1. Platz des Wissenschaftspreises zum Dialog von Naturwissenschaft und Theologie der Görres-Gesellschaft und Stiftung Apfelbaum ausgezeichnet und wird im Oktober 2025 in der Reihe Perspektiven der Ethik bei Mohr Siebeck veröffentlicht.

Für ihre Zulassungsarbeit „Wohltätiger Zwang in der Geburtsmedizin? Sozialanthropologische Untersuchung des Verhältnisses von Anerkennung und Vulnerabilität in der Geburtshilfe in theologisch-ethischer Perspektive“ erhielt sie 2021 den Ernst-Wolf-Preis der Gesellschaft für evangelische Theologie (GET) und für ihr Staatsexamen die Auszeichnung der FAU. 2022 erhielt sie den Young Scholar’s Paper Award auf der 58th Annual Conference der Societas Ethica in Zürich. Von 2024 bis 2025 war sie Stipendiatin des Bayerischen Forschungsinstituts für digitale Transformation (bidt) im Graduate Center für Promovierende.

Forschung

  • Medizinethik und Ethik Künstlicher Intelligenz
  • Anerkennung und Vulnerabilität
  • Ethik der Visibilität und Ethik der Aufmerksamkeit
  • Care Ethics
  • Feministische Theologie
  • Ethik und Wissenschaftskommunikation

Publikationen

Ausgewählte Artikel zum Download

Ott (2025) Purity cultures and the ideology of ‘bodies as property’ as form of sexual violence. In: Theology and Sexuality.

Ott (2025): Eine sozialanthropologische Untersuchung wohltätigen Zwanges in der Geburtsmedizin. In: ZfME